Klassiker ReRead #3: Bruno Brazil 1 – Der Hai, der zweimal starb

Heute beschäftige ich mich mit einem echten Klassiker der Comicliteratur. 1967 erschien erstmals die Agentenreihe Bruno Brazil, die sich zu einem großen Erfolg für das Duo Louis Albert und William Vance entwickeln sollte. Die Szenarien erinnern sehr stark an die um ein paar Jahre ältere Filmreihe James Bond und sind thematisch an diese angelehnt.

Der All Verlag, der sich ja auch schon der Reihe um den Weltraumhelden Luc Orient angenommen hat, kommt nun mit einer Neuauflage in 11 Bänden von Bruno Brazil. Der erste Band Der Hai, der zweimal starb feierte nun seine Neuveröffentlichung.

Die Geschichten sind in die Jahre gekommen, aber ihren Charme und ihren Reiz haben sie nicht verloren. Sicherlich können sich junge Leute heutzutage nicht mehr leicht in die Welt von Bruno Brazil eindenken, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man von einer fantastischen Welt voller Spionage und Agenten in Empfang genommen.

Inhalt

Bruno Brazil erhält den Auftrag den plötzlich aufgetauchten Nazi-Kriegsverbrecher Schellenburg, der nach einem Unfall im Krankenhaus gelandet ist, für den Geheimdienst zu sichern. Schellenburg entkommt aber in den südamerikanischen Staat Caraguay. Dort geht es plötzlich um viel Gold und ein versunkenes U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg. Bruno Brazil muss einige Hindernisse überwinden, um Licht in die Angelegenheit zu bringen.

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Das blutige Erben der Azteken – Die Treibjäger 2

Lange habe ich auf den zweiten Teil der Treibjäger warten müssen, aber nun war der Moment endlich gekommen und ich habe mich sofort auf den zweiten Band gestürzt. Das Cover wirkt erneut sehr ansprechend und ich bin von der Geschichte ja schon im ersten Band sehr begeistert gewesen.

Wir erinnern uns kurz zurück – und das finde ich wirklich blöd, wenn so viel Zeit zwischen den Bänden liegt – es tobt in Europa der niederländisch-englische Krieg und die Engländer sind in einer verzweifelten Lage. Sie beschließen eine Expedition nach Mittelamerika loszuschicken, um eine Waffe der Götter zu finden, die bereits von den Azteken benutzt worden sein soll. Soweit nur grob.

Nun geht die Geschichte also weiter. Der Kampf um diese Götterwaffe entbrennt, da sich mehrere Parteien um den Besitz streiten.

Inhalt

Unsere Helden sind also in Mittelamerika und müssen sich gegen eine feindliche Partei behaupten. Dabei brechen nicht nur mit den Gegnern tiefe Gräben auf. Auch die eigene Gruppe ist sich nicht wirklich einig. Als der Kampf um die Vorherrschaft tobt taucht das Monster erstmals auf. Wir hatten es im ersten Band kaum zu sehen bekommen.

Gefällt euch die Rezension bis hierher? Dann könnt ihr auf meiner Webseite weiterlesen. Besucht mich bei Comanga!

Ex-Arm 1 – Die verbotene Waffe

Mit Ex-Arm 1 bringt Cross Cult einen neuen Techno-Science-Fiction als Serie in die deutschen Buchläden. Die Geschichte spielt in der Zukunft, so dass sich der Leser auf zahlreiche innovative Zeichenelemente freuen darf. Die Serie ist auf sechs Bände ausgelegt und sorgt für reichlich Spannung und Action.

Story

Akira Natsume ist ein ganz gewöhnlicher Junge an einer japanischen Highschool. Moment mal, nicht ganz gewöhnlich, denn er tut sich schwer damit eine Freundin zu finden. Außerdem gilt er als Sonderling, da er Technologie in jedweder Form ablehnt.

Als er an einem Abend in Tokio versucht einem Mädchen in Bedrängnis zu helfen, wird er von einem Lastwagen angefahren und vermutlich dabei getötet. Als sein Gehirn wieder aufwacht, sind 16 Jahre vorbei und er befindet sich in einer hochtechnologisierten Zukunft. Und dazu noch mitten in einem Gangsterkrieg.

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Cross Cult nimmt den Kampf gegen die künstliche Intelligenz auf – Message 1: Loading

Mit Message rufen die beiden jungen deutschen Autorinnen Cristin Wendt und Ronja Büscher eine Science-Fiction-Serie ins Leben, die es in sich hat. In einem gelungenen Stilmix werden auch die Fans von Anime und Manga gleich mit angesprochen von dieser Graphic Novel. Die Zeichnungen sind deutlich inspiriert vom japanischen Zeichenstil. Dabei ist auch eine gehörige Portion Kritik an der Gesellschaft mit an Bord.
 
Inhalt
 
Die künstliche Intelligenz KIEM wurde von den Menschen geschaffen, um die globale Umweltkatastrophe zu verhindern. KIEM funktioniert so gut, dass sie schnell die größte Bedrohung für den Planeten ausmacht – den Menschen. Es beginnt nun der Kampf zwischen Mensch und Maschine in einer dystopischen Landschaft, gepaart mit wundervollen Zeichnungen.
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6th Bullet – Action pur mit großen Kalibern

Mächtige Wummen. In jeder Beziehung. Yusuke Osawa, uns bekannt als Autor der Mangareihe Green Worldz, lässt es in 6th Bullet richtig krachen. Es gibt viel Action, viele Brüste und große Knarren. Und das in jedem Kapitel wieder aufs Neue.

Ihr hört es schon heraus. Ich habe mich ein bisschen schwer getan mit diesem Manga, der als One-Shot daherkommt. Ich habe mich zunächst sehr gefreut über die pralle Ladung mit 388 Seiten, aber ich wusste noch nicht, welch andere pralle Ladungen mir aufgetischt werden sollten.

Aber ich berichte mal der Reihe nach…

Story

Es geht um Futo, der in die High School geht und dort im Basketballteam spielt. Futo hat das Problem, dass er mächtig gemobbt wird innerhalb seines Teams. Er wird zusammengeschlagen und erniedrigt. Für Futo natürlich ein mächtiges Problem, mit dem er umgehen muss. Zufällig macht er die Bekanntschaft von Kuroe, die ihn in eine neue Welt einführt – in die Welt von AMMOnymous…

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Klassiker ReRead #2: Rick Master ermittelt wieder im Integral 1

 

Rick Master ist eine klassische Figur des legendären Duos Tibet (d.i. Gilbert Gascard) und André-Paul Duchâteau. Rick Hochet, wie er im französischen Original heißt, erblickte das Licht der Welt bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und hat daher eine jahrzehntelange Geschichte hinter sich.

Eine solch erfolgreiche Serie weckt natürlich viele Begehrlichkeiten und so gibt es viele miteinander in Konkurrenz stehende Ausgaben. Die erste Gesamtausgabe erschien im Verlag KultEditionen in der Deluxe-Variante. Ich benutze sie bis zu Band 10, denn dann bricht die Gesamtausgabe ab. Derzeit bemüht sich der Splitter-Verlag um die Rick Master-Reihe und hat die Gesamtausgaben fortgeführt. Die Serie ist mit neuem Zeichner und neuem Storyteller noch nicht am Ende angekommen und bringt uns stets neue Abenteuer.

Der erste Band führt uns in die Welt von Rick Master ein. Wir lernen schnell Kommissar Bourdon und Inspecteur Ledru kennen, die Rick bei seinen Abenteuern begleiten.

Der erste Band beinhaltet gleich drei Alben, wobei das erste Album aus zwei Geschichten besteht. Die anderen beiden Alben sind in sich geschlossene Geschichten.

Rick Master besticht durch französischen Charme und kommt erstaunlich fast völlig ohne Frauengeschichten aus in den ersten Geschichten. Das unterscheidet ihn von James Bond, der draufgängerischer und noch heldenhafter unterwegs ist. Aber die Geschichten leben von der Atmosphäre.

Ich hatte das Gefühl, dass es mich etwas Mühe kostete mich in die frühen Sechziger Jahre zurückzuversetzen. Als ich die Geschichten als Jugendlicher las, war das einfacher. Trotzdem hatte mich mit dem dritten Album das Feeling aber wieder zurück.

Band 1: Entführt

1961 geht es für Ric Hochet / Rick Master los.

© Kult Editionen / Le Lombard (Abbildungen und Cover)

Der erste Band beginnt im nächtlichen Paris und ich kann mich an diesen klassischen Panels aus dem Jahr 1961 nicht satt sehen. Die erste Geschichte heißt „Signé Caméléon“ im Original und sie bringt den Gegenspieler „das Chamäleon“ erstmals in die Geschichte. Kommissar Bourdon wird verfolgt und man trachtet ihm nach dem Leben. Rick nimmt sich dieser Sache natürlich an.

Die zweite Geschichte „Traquenard au Havre“ spielt in der Welt der Industriellen und es geht um eine Kindesentführung, der Rick akribisch nachgeht. Natürlich haben auch diese frühen Geschichten viele überraschende Wendungen, auch wenn mich das Gefühl nicht verlassen wollte, dass Tibet und Duchâteau in diesem ersten Band noch nicht genau wussten, wo es hingehen sollte.

Band 2: Die unheimliche Insel

Das zweite Album, „Mystere à Porquerolles / Le signe de Ric Hochet“ erschien zunächst in zwei Bänden (1962/63), ist aber eine abgeschlossene Geschichte. Rick Master muss einen verschollenen Journalistenkollegen auf der Insel Porquerolles suchen. Natürlich verbirgt sich hinter dem Verschwinden ein Komplott größeren Ausmaßes.

Erneut geht es sofort zur Sache. Es gibt kaum Rahmenhandlung und Background. Die Geschichte steigt sofort auf Seite 1 ein und der Leser ist mittendrin. Die Figuren haben keine Tiefe, die Story mit Spannung und Action steht erneut im Vordergrund.

Band 3: Gefährliche Herausforderung

Dieser Band hat mich voll überzeugt. Die Albumausgabe aus dem Jahr 1965 zeigt noch keine stilistischen Veränderungen, aber die Story packt mehr zu. Ich fühlte mich an die unterhaltsamen Nachmittage mit Rick Master als Jugendlicher erinnert. Damals als ich noch das erscheinen des nächsten ZACK-Magazins nicht erwarten konnte. Mann, ist das lange her. Aber die Geschichte ist stark und sie erinnerte mich daran.

Ricks Freund fühlt sich verfolgt und engagiert Rick Master, um den Verfolger zu stellen. Die Lage spitzt sich schnell zu und es geht um Leben und Tod. Es kommt eine wenig Tiefe in die Figuren und das macht Spaß. Rick löst den Fall auf seine ihm eigene Art.

Stil

Der Stil passt natürlich in die Zeit. Die frühen Sechziger (1961-1965) mit ihren gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich bereits sachte andeuteten, sind unverkennbar in jedem Panel. Es fühlt sich an, wie eine Zeitreise. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass heutzutage sich Jugendliche nicht mehr angesprochen fühlen von diesen 2D-Bildern, die bei weitem nicht den realistischen Charakter moderner Computer-Animationen haben. Das ist schade, denn die Stories sind gut.

Zeichnerisch entwickelt sich Rick erst später weiter. Er ist der junge und smarte Journalist ohne Ecken und Kanten. Die Zeichnungen sind klar und realistisch, die Dialoge zurückhaltend mit einer gewissen Naivität gepaart.

Wirkung

Über die Erfolge von der Serie „Rick Master“ müssen wir nicht reden. Sie bringt mir eine ganz besondere Wirkung, denn ich habe den ersten Integral-Band mit den Sechziger-Jahren gemeinsam gelesen. Ich habe französische Beatmusik der 60er gehört, um das Gefühl der Zeit etwas spüren zu können. Ich glaube, ich habe es geschafft, auch wenn ich nicht sicher sein kann. Es war eine spannende Reise durch die Zeit und ich freue mich schon auf den zweiten Integral-Band, den ich nicht lange hier liegen lassen werde.

Fazit

Ich kann den Band empfehlen, denn ich liebe Rick Master und seine Abenteuer. Ich glaube, wie bereits erwähnt, dass es heute nicht leicht ist, einen Zugang zu den alten Geschichten zu finden. Das gelingt besser, wenn man selbst schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Wer Rick Master aber schon gelesen hat, der sollte den ReRead auf jeden Fall angehen, denn es lohnt sich noch einmal zu überprüfen, ob wirklich alle Geschichten gelesen wurden, oder ob die eine oder andere Story durchgerutscht war. So ging es mir dabei!

Ich finde, Rick Master sollte jeder, der sich Comic-Fan nennt, kennen und auch gelesen haben.

Mondo Reverso 01 – Cornelia & Lindbergh

Eine ganz ungewöhnliche Serie konnte der Schreiber & Leser-Verlag in diesem Jahr an den Start bringen. In Mondo Reverso laufen die Dinge anders als man erwarten muss. Und trotzdem handelt es sich um den klassischen Stoff des Westerns. Die beiden verantwortlichen Autoren reißen den Leser mit auf einer abenteuerlichern Genderbender-Fahrt mit vielen versteckten Hinweisen und Anspielungen.

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