Das Comic-Café startet 2019!

Hallo liebe Leser!

Diesmal schreibe ich keine Rezension, sondern es gibt zur Abwechslung mal eine Veranstaltungsankündigung. Meine Freundin und ich werden im Jahr 2019 (der genaue Termin wird noch bekanntgegeben) das Comic-Café ins Leben rufen.

Worum geht es uns?

Wir wollen zunächst in einem zweimonatigen Rhythmus ein ungezwungenes Comic-Café öffnen, um allen Interessierten eine Plattform zu bieten sich zu treffen und auszutauschen. Dabei soll das Angebot immer wieder variabel gehandhabt werden.

Fakt ist, es gibt immer etwas zu trinken und etwas zu essen. Das können kleine Snacks sein oder auch natürlich eine Tasse Kaffee oder Tee. Wer das möchte, kann auch nur sitzen und es sich gut gehen lassen.

Atmosphärisch ist das ganze in die Welt der Graphic Novel eingebettet. Hierum soll es sich schwerpunktmäßig drehen. Wir werden dementsprechend kurze Vorträge, Besprechungen, Events, Lesungen und womöglich auch Musik mit in die Sache einbauen. Es soll sich ja lohnen, den Nachmittag oder Abend hier zu verbringen.

Ich arbeite derzeit am ersten Programm und freue mich jetzt schon drauf, wer alles kommen wird und welche interessanten Menschen ich kennen lernen darf.

Ihr müsst eigentlich nur zwei Sachen mitbringen: Spaß an einem unterhaltsamen Tag im Zeichen der Graphic Novel und ein bisschen Geld, damit wir unsere Unkosten decken können. Der erste Comic-Café-Tag wird auch für uns ein Testlauf, daher wird es viele besondere Angebote geben.

Vielleicht habt ihr Lust Freunden und Bekannten davon zu erzählen? Es geht mir darum, dass Menschen mit Interesse diesen Artikel lesen und deshalb bitte ich euch hier konkret einmal diesen Artikel auf euren Kanälen zu teilen (egal ob Facebook, Twitter, Instagramm oder hier bei WordPress).

Ich möchte doch einmal sehen, was für eine Follower-Power ich habe. Aber ich habe großes Vertrauen zu euch.

Bei Fragen gerne in den Kommentaren nachhaken.

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Der Triumph des Herzens

Dieser Text soll kein epochales Werk zur Lage der Gesellschaft werden, aber das spannende Geschichtswerk Das Herz der Amazonen aus dem Splitter-Verlag bietet doch mehr an als nur das immer wiederkehrende Gemetzel des Trojanischen Krieges. Es kommt auf die feinen Untertöne an.

Titel: Das Herz der Amazonen

Autoren/Zeichner: Geraldine Bindi / Christian Rossi

Verlag: Splitter

Erschienen am: 22.10.2018

Seiten: 160

Preis: 29,80 €

Die Geschichte des Trojanischen Krieges ist scheinbar schon zu oft erzählt worden. Die Charaktere sind bekannt und es bleibt nur noch wenig Neues zu entdecken. Nun aber wirft das Duo Bindi/Rossi eine Nebenhandlung auf den Markt, die noch nicht so stark bearbeitet worden ist.

Inhalt:

Zu Beginn des Frühlings feiert der stolze Stamm der Amazonen jedes Jahr das Blumenfest, eine feierliche Zeremonie des Lebens und der Fruchtbarkeit, die für ihre Nachkommenschaft notwendig ist: Wie jedes Jahr entführen die kriegerischen Frauen einige Dutzend Männer, um mit ihnen die nächste Generation des Stammes zu zeugen. Einzig Penthesilea, die junge Königin der Amazonen, findet erneut keinen Mann, der ihrer würdig wäre. Nicht weit entfernt liegt jedoch die Stadt Troja, wo ein Krieg um die griechische Prinzessin Helena entbrannt ist. Und ein von den Göttern begünstigter Krieger namens Achilles weckt die Aufmerksamkeit Penthesileas…

Inhaltsangabe & Abbildungen © Splitter-Verlag

Rezension:

Christian Rossi taucht die Geschichte in wundervolle Sepia-Töne und wechselt Licht und Schatten so geschickt ab, dass eine ganz eigene Atmosphäre entsteht. Das Altertum scheint sich vor dem Leser aus dem Erdboden zu erheben, leicht angestaubt, aber doch lebendig. Das Minenspiel der Gesichter verdient dabei die besondere Beachtung und gelingt Rossi nicht zum ersten Mal ausgezeichnet. Der Band weist auffallend viele große Panels auf, so dass ein zweites Hinschauen unbedingt angeraten wird, um wirklich auch die liebevollen Details zu entdecken.

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Geraldine Bindi erzählt eine Geschichte einer Frauenkolonie, die einst den Männern, nach unsäglichem Leiden, entsagt hat. Die Amazonen sind trainierte Kriegerinnen, denn sie müssen sich verteidigen. Sie sind aber keinesfalls Superhelden. Das macht die Geschichte authentisch.

Für Männer haben sie nur Geringachtung und sie nutzen den Mann lediglich als Fortpflanzungswerkzeug. Nach der erfolgreichen Befruchtung werden die Männer grausam hingerichtet. Eine besondere Rolle nimmt in dem Buch das Blumenfest ein, bei dem gefangen genommene Männer in das Fruchtbarkeitsritual der Amazonen einbezogen werden. Hier wird vom Autorenteam nicht vor graphischen Darstellungen zurückgeschreckt. Eindeutig sexuelle Handlungen sind offensichtlich. Das muss aber auch so sein, denn der Realitätswert gebietet dies an dieser Stelle. Hier kann das Buch aber sicherlich nicht alle Leser ansprechen.

Am Ende werden diese sexuellen Themen immer mehr in den Hintergrund gedrängt von wichtigen Fragen wie etwa dem Verfallsdatum einiger Wertvorstellungen, die die Gemeinschaft der Amazonen bis zu diesem Zeitpunkt verfolgt hat. Ein Wandel setzt ein, wenn sich Königin Penthesilea plötzlich entscheidet ihren neugeborenen Sohn nicht zu töten, wie bisher üblich. Der Leser erkennt schnell, dass hier ein Gesellschaftsbild ins Wanken gerät und am Ende umgestürzt wird. Dabei bleiben die Anhänger der alten Ordnung auf der Strecke. Aber ist es nicht immer so?

Fazit:

Die Geschichte regt zum Nachdenken an. Es geht um Frauen- und um Männerbilder in der Gesellschaft und wie sich deren Rollen verändern können. Dominiert zu Beginn noch Sex und Gewalt, so verändert sich auch der Erzählstil. Es geht im letzten Drittel fast nur noch um die Werte und Normen.

Es ist äußerst spannend und unterhaltsam den Trojanischen Krieg nur als Nebenschauplatz zu erleben. Der Leser sieht das zerstörte Troja, auch die Griechen kämpfen gegen die Amazonen und Achill spielt als Liebhaber Penthesileas eine tragende Rolle, aber eigentlich steht die Gesellschaft der Amazonen im Mittelpunkt. Trotz des von Männerhand erfahrenen Leids, können die Amazonen am Ende ihr eigenes Herz nicht besiegen und lassen sich wieder auf eine Gesellschaft mit Männern, zunächst in der Form des Königssohnes ein.

Die Graphic Novel ist klar im Geschichts-Genre angelegt und dürfte Historienfans zufriedenstellen. Wer sexuelle Darstellungen nicht schätzt, muss sich weiterhin hinter den trojanischen Mauern verschanzen und die Finger von diesem Werk lassen. Steht man der Sache aber offen gegenüber, wird sich eine Geschichte voll von Leid und Leidenschaft ausbilden, die mehr als nur lesenswert erscheint.

Manga Monday #3 – Jetzt knallt’s!

Yusuke Osawa: 6th Bullet. Band 1. Cross Cult: Dezember 2018; 400 Seiten; s/w; 15 €

Mein Manga-Tipp für diese Woche ist der am 11. Dezember 2018 erscheinende Titel 6th Bullet bei Cross Cult. Hier handelt es sich um eine Kombination von High-School-Story mit ganz viel verrückter Action.

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Tango Boliviano – Action und Crime mit südamerikanischer Atmosphäre

*Rezension

 

Tango 1

Das Meer der Steine

(O: Tango 1: Un Océan de Pierre)

ISBN 978-3-96219-154-2

16,80 €

 

Story: Philippe Xavier & Matz

Zeichnungen: Philippe Xavier

Szenario: Matz

Farben: Jean-Jacques Chagnaud

 

Der erste Band der neuen „Crime-Action-Reihe“ TANGO hält, was er verspricht. Routiniert erzählt das Duo Xavier und Matz eine packende Geschichte, die dem Leser kaum Gelegenheit gibt Luft zu holen und das Buch aus der Hand zu legen. Man sieht, dass beide Autoren bereits erfolgreich im Filmgeschäft gearbeitet haben, denn TANGO kann spielend einfach adaptiert und ein Actionthriller für das Kino werden.

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Shame – Tochter des Bösen

Meine Comics

Inhalt

Als Mutter Tugend, die reinste Frau der Erde, einen unbedachten Wunsch tut, sieht die Hölle eine einmalige Chance: Und so entsteht Schande, ein Dämonenkind, das dereinst die Herrschaft über die Welt übernehmen soll. Damit ihre finstere Macht der Welt nicht schaden kann, trifft Mutter Tugend jedoch Vorkehrungen und lässt das Kind dann allein – doch dadurch zieht sie sich den maßlosen Zorn ihrer Tochter zu. Die sinnt in ihrem Gefängnis auf Rache und bekommt schließlich Hilfe…

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Makoto Yukimura – Vinland Saga 1

*Rezension

Makoto Yukimura: Vinland Saga. Band 1. Carlsen-Verlag. 224 Seiten.

In dieser Woche habe ich mich an eine etablierte Serie herangetraut, die auf Grund der bereits mannigfaltigen Bände bereits eine große Leserschaft gefunden hat. Das historische Abenteuer soll hier gemäß den Verlagsangaben mit einer Menge Action gepaart sein. Das klingt grundsätzlich vielversprechend und hat mich neugierig gemacht.

Zunächst einmal fand ich es seltsam, dass die Sage um die Wikinger des 11. Jahrhunderts in einem japanischen Manga aufbereitet wird. Aber das muss ja kein Nachteil sein. Eine andere Perspektive ist oftmals erfrischend. Ich lasse mich also auf die Erlebnisse des jungen Thorfinn ein.

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Manga Monday #2 – Lesetipps

Ich weiß nicht, ob ihr schon dazu gekommen seid euch den Manga der Vorwoche durchzulesen. Ich habe „Das Land der Juwelen“ noch nicht geschafft, er liegt aber schon auf dem Stapel. Es gab zu viel zu tun und ich muss auch in dieser Woche wieder mächtig ran. Ich hoffe auf eine Lesemöglichkeit am Mittwoch. 🙂

In dieser Woche möchte ich euch ein weiteres Werk vorstellen, das meiner Meinung nach einen Leseabend verdient hätte.

Karakarakemuri: Kinder des Fegefeuers Bd. 1

Ich habe den Manga gefunden und war mir am Anfang eigentlich nicht sicher, ob sich das für meinen persönlichen Geschmack lohnen würde. Aber dann habe ich den Klappentext durchgelesen und die Story begann mich in diesem Moment zu packen.

Inhalt:

In Ohmi, wo nie die Sonne durch die dunklen Wolken bricht, liegt ein okkulter Schrein. Man sagt, dort lebt ein Zwillingspaar, das dem Fegefeuer entsprungen ist. Ein geheimer Auftrag hat den jungen Samurai Sakichi dorthin geführt. Angeblich wird er hier die Totenkopf-Hozuki finden, ein mächtiges Artefakt. Aber was genau ist das überhaupt? Die Zwillinge wissen es, aber Sakichi ahnt nicht, in welch Teufels Stricke er sich mit ihnen begeben hat.

Klappentext & Abbildungen © Kazé

Erwartungen:

Ich erwarte von dieser düsteren Story eine Menge Fantasy-Action. Ich bin gespannt, wie man diese okkulte Plotline ausarbeiten wird in den kommenden Bänden. Sicherlich wird der erste Band nur eine Einführung in die Geschichte geben und die Grundlagen legen, für all das, was in den kommenden Episoden geschehen wird.

Das Coverbild sieht nach einer epischen Story aus und das ist sicherlich auch die Grundidee. Nur das mit dem Fegefeuer natürlich im Titel deutlich gemacht wird, dass es wohl nicht gegen sterbliche und irdische Kräfte gehen wird. Ist alles vielversprechend.

Eine Leseprobe gibt es bei Kaze, falls ihr die Kauf- und Leseentscheidung davon abhängig machen wollt.

Ich bereite dann schon einmal die Rezension vor. Freue mich mächtig auf die Geschichte.