Das blutige Erben der Azteken – Die Treibjäger 2

Lange habe ich auf den zweiten Teil der Treibjäger warten müssen, aber nun war der Moment endlich gekommen und ich habe mich sofort auf den zweiten Band gestürzt. Das Cover wirkt erneut sehr ansprechend und ich bin von der Geschichte ja schon im ersten Band sehr begeistert gewesen.

Wir erinnern uns kurz zurück – und das finde ich wirklich blöd, wenn so viel Zeit zwischen den Bänden liegt – es tobt in Europa der niederländisch-englische Krieg und die Engländer sind in einer verzweifelten Lage. Sie beschließen eine Expedition nach Mittelamerika loszuschicken, um eine Waffe der Götter zu finden, die bereits von den Azteken benutzt worden sein soll. Soweit nur grob.

Nun geht die Geschichte also weiter. Der Kampf um diese Götterwaffe entbrennt, da sich mehrere Parteien um den Besitz streiten.

Inhalt

Unsere Helden sind also in Mittelamerika und müssen sich gegen eine feindliche Partei behaupten. Dabei brechen nicht nur mit den Gegnern tiefe Gräben auf. Auch die eigene Gruppe ist sich nicht wirklich einig. Als der Kampf um die Vorherrschaft tobt taucht das Monster erstmals auf. Wir hatten es im ersten Band kaum zu sehen bekommen.

Gefällt euch die Rezension bis hierher? Dann könnt ihr auf meiner Webseite weiterlesen. Besucht mich bei Comanga!

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Klassiker ReRead #2: Rick Master ermittelt wieder im Integral 1

 

Rick Master ist eine klassische Figur des legendären Duos Tibet (d.i. Gilbert Gascard) und André-Paul Duchâteau. Rick Hochet, wie er im französischen Original heißt, erblickte das Licht der Welt bereits in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und hat daher eine jahrzehntelange Geschichte hinter sich.

Eine solch erfolgreiche Serie weckt natürlich viele Begehrlichkeiten und so gibt es viele miteinander in Konkurrenz stehende Ausgaben. Die erste Gesamtausgabe erschien im Verlag KultEditionen in der Deluxe-Variante. Ich benutze sie bis zu Band 10, denn dann bricht die Gesamtausgabe ab. Derzeit bemüht sich der Splitter-Verlag um die Rick Master-Reihe und hat die Gesamtausgaben fortgeführt. Die Serie ist mit neuem Zeichner und neuem Storyteller noch nicht am Ende angekommen und bringt uns stets neue Abenteuer.

Der erste Band führt uns in die Welt von Rick Master ein. Wir lernen schnell Kommissar Bourdon und Inspecteur Ledru kennen, die Rick bei seinen Abenteuern begleiten.

Der erste Band beinhaltet gleich drei Alben, wobei das erste Album aus zwei Geschichten besteht. Die anderen beiden Alben sind in sich geschlossene Geschichten.

Rick Master besticht durch französischen Charme und kommt erstaunlich fast völlig ohne Frauengeschichten aus in den ersten Geschichten. Das unterscheidet ihn von James Bond, der draufgängerischer und noch heldenhafter unterwegs ist. Aber die Geschichten leben von der Atmosphäre.

Ich hatte das Gefühl, dass es mich etwas Mühe kostete mich in die frühen Sechziger Jahre zurückzuversetzen. Als ich die Geschichten als Jugendlicher las, war das einfacher. Trotzdem hatte mich mit dem dritten Album das Feeling aber wieder zurück.

Band 1: Entführt

1961 geht es für Ric Hochet / Rick Master los.

© Kult Editionen / Le Lombard (Abbildungen und Cover)

Der erste Band beginnt im nächtlichen Paris und ich kann mich an diesen klassischen Panels aus dem Jahr 1961 nicht satt sehen. Die erste Geschichte heißt „Signé Caméléon“ im Original und sie bringt den Gegenspieler „das Chamäleon“ erstmals in die Geschichte. Kommissar Bourdon wird verfolgt und man trachtet ihm nach dem Leben. Rick nimmt sich dieser Sache natürlich an.

Die zweite Geschichte „Traquenard au Havre“ spielt in der Welt der Industriellen und es geht um eine Kindesentführung, der Rick akribisch nachgeht. Natürlich haben auch diese frühen Geschichten viele überraschende Wendungen, auch wenn mich das Gefühl nicht verlassen wollte, dass Tibet und Duchâteau in diesem ersten Band noch nicht genau wussten, wo es hingehen sollte.

Band 2: Die unheimliche Insel

Das zweite Album, „Mystere à Porquerolles / Le signe de Ric Hochet“ erschien zunächst in zwei Bänden (1962/63), ist aber eine abgeschlossene Geschichte. Rick Master muss einen verschollenen Journalistenkollegen auf der Insel Porquerolles suchen. Natürlich verbirgt sich hinter dem Verschwinden ein Komplott größeren Ausmaßes.

Erneut geht es sofort zur Sache. Es gibt kaum Rahmenhandlung und Background. Die Geschichte steigt sofort auf Seite 1 ein und der Leser ist mittendrin. Die Figuren haben keine Tiefe, die Story mit Spannung und Action steht erneut im Vordergrund.

Band 3: Gefährliche Herausforderung

Dieser Band hat mich voll überzeugt. Die Albumausgabe aus dem Jahr 1965 zeigt noch keine stilistischen Veränderungen, aber die Story packt mehr zu. Ich fühlte mich an die unterhaltsamen Nachmittage mit Rick Master als Jugendlicher erinnert. Damals als ich noch das erscheinen des nächsten ZACK-Magazins nicht erwarten konnte. Mann, ist das lange her. Aber die Geschichte ist stark und sie erinnerte mich daran.

Ricks Freund fühlt sich verfolgt und engagiert Rick Master, um den Verfolger zu stellen. Die Lage spitzt sich schnell zu und es geht um Leben und Tod. Es kommt eine wenig Tiefe in die Figuren und das macht Spaß. Rick löst den Fall auf seine ihm eigene Art.

Stil

Der Stil passt natürlich in die Zeit. Die frühen Sechziger (1961-1965) mit ihren gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich bereits sachte andeuteten, sind unverkennbar in jedem Panel. Es fühlt sich an, wie eine Zeitreise. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass heutzutage sich Jugendliche nicht mehr angesprochen fühlen von diesen 2D-Bildern, die bei weitem nicht den realistischen Charakter moderner Computer-Animationen haben. Das ist schade, denn die Stories sind gut.

Zeichnerisch entwickelt sich Rick erst später weiter. Er ist der junge und smarte Journalist ohne Ecken und Kanten. Die Zeichnungen sind klar und realistisch, die Dialoge zurückhaltend mit einer gewissen Naivität gepaart.

Wirkung

Über die Erfolge von der Serie „Rick Master“ müssen wir nicht reden. Sie bringt mir eine ganz besondere Wirkung, denn ich habe den ersten Integral-Band mit den Sechziger-Jahren gemeinsam gelesen. Ich habe französische Beatmusik der 60er gehört, um das Gefühl der Zeit etwas spüren zu können. Ich glaube, ich habe es geschafft, auch wenn ich nicht sicher sein kann. Es war eine spannende Reise durch die Zeit und ich freue mich schon auf den zweiten Integral-Band, den ich nicht lange hier liegen lassen werde.

Fazit

Ich kann den Band empfehlen, denn ich liebe Rick Master und seine Abenteuer. Ich glaube, wie bereits erwähnt, dass es heute nicht leicht ist, einen Zugang zu den alten Geschichten zu finden. Das gelingt besser, wenn man selbst schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Wer Rick Master aber schon gelesen hat, der sollte den ReRead auf jeden Fall angehen, denn es lohnt sich noch einmal zu überprüfen, ob wirklich alle Geschichten gelesen wurden, oder ob die eine oder andere Story durchgerutscht war. So ging es mir dabei!

Ich finde, Rick Master sollte jeder, der sich Comic-Fan nennt, kennen und auch gelesen haben.

Mondo Reverso 01 – Cornelia & Lindbergh

Eine ganz ungewöhnliche Serie konnte der Schreiber & Leser-Verlag in diesem Jahr an den Start bringen. In Mondo Reverso laufen die Dinge anders als man erwarten muss. Und trotzdem handelt es sich um den klassischen Stoff des Westerns. Die beiden verantwortlichen Autoren reißen den Leser mit auf einer abenteuerlichern Genderbender-Fahrt mit vielen versteckten Hinweisen und Anspielungen.

Weiterlesen „Mondo Reverso 01 – Cornelia & Lindbergh“

Luc Orient 02: Die gefrorenen Sonnen

Gemeinsam mit dem ersten Band der Reihe hat der All Verlag auch Band 2 von Luc Orient auf den Markt geworfen. Und das ist auch gut so, denn im ersten Band hat die Geschichte lediglich Fahrt aufgenommen und es gab leise Andeutungen, was noch folgen solle.

Weiterlesen „Luc Orient 02: Die gefrorenen Sonnen“

Die Ritter von Heliopolis 1 – Düsterer Auftakt und schwarze Magie

Das Setting der Geschichte führt den Leser nach Frankreich in das Zeitalter der Französischen Revolution. Es handelt sich um eine sehr düstere und beklemmende Geschichte, die das hässliche Gesicht der damaligen Zeit schonungslos offenbart. Weiterlesen „Die Ritter von Heliopolis 1 – Düsterer Auftakt und schwarze Magie“

Von Drachen und Regenschirmen – die Serienstarts Februar 2019 bei Cross Cult

Cross Cult ist bekannt für spannende Manga-Reihen und gleichzeitig auch ein breites Angebot am Graphic Novels. Der Monat Februar wartet mit zwei interessanten Serienstarts auf, die ich mir nicht entgehen lassen werde. Vielleicht habt ihr ja auch Lust auf die beiden Reihen.

Quin Zaza – Die letzten Drachenfänger 1 (Fantasy, 210 Seiten, 10 €)

Hier spielt sich die Action über den Wolken ab, denn für die Crew eines Luftschiffes besteht ihre Beschäftigung darin Drachen zu fangen und sie meistbietend zu verwerten. Aber die Jagd auf die Drachen ist gefährlich und kann auch eine erfahrene Crew in Schwierigkeiten bringen.

Taku Kuwabara erschafft hier eine Serie, die stark an klassische Walfänger erinnert. Nur das die Geschichte nun in die Lüfte verlegt worden ist und sich daher auch mit Drachen als Alternative zum Wal beschäftigt. Wer reinschnuppern möchte, kann dies mit der Leseprobe auf der Verlagsseite tun.

Ich weiß noch nicht genau, ob ich Spaß an Moby Dick in den Wolken haben werde. Es ist aber ein Aufhänger für mich, die japanischen Walfanggepflogenheiten noch einmal aktuell unter die Lupe zu nehmen.

The Umbrella Academy Neue Edition 1 – Weltuntergangs Suite (Fantasy, Action, Adventure, 192 Seiten, 22 €)

Wir befinden uns in einer alternativen Realität, in der sieben KInder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten geboren werden. Als Kinder sind sie Superhelden, aber als Erwachsene verlieren sie ihre Bindung und das Team wird aufgelöst. Als ihr Mentor Sir Reginald Hargreeves dann aber verstirbt, kreuzen sich ihre Wege erneut.

Gerard Way ist Sänger der Band „My Chemical Romance“ und hat die Story dieses Erfolgscomics erdacht. Gabriel Bá ist Zeichenstar. Gemeinsam haben sie bereits viele Auszeichnungen erhalten und nun legt Cross Cult die Serie in einer neuen Edition wieder auf. Ihr findet die Leseprobe hier.

Die Zeichnungen haben mich beim ersten Anblick nicht umgehauen, aber dennoch erwarte ich sehr viel von diesem Werk. Ja, es handelt sich um Superhelden, aber nicht die, die wir in letzter Zeit im Kino ständig treffen. Ich freue mich jetzt schon auf zwei bis drei Leseabende.

Flash Gordon – Star Wars in den Kinderschuhen

Heute wird es richtig nostalgisch. Flash Gordon ist eine der beiden Sci-Fi-Figuren, die das Genre in den ersten Tagen prägten. Neben Buck Rodgers, der übrigens zuerst da war, übernahm Flash Gordon den Part des ultimativen Helden, der aber ganz menschlich daherkommt. Seine Abenteuer auf dem Planeten Mongo sind der Ursprung zahlreicher Science-Fiction-Phantasien, die wir als cineastisch aufbereitete Epen bereits seit Jahrzehnten genießen können.

Weiterlesen „Flash Gordon – Star Wars in den Kinderschuhen“